Der Aktienmarkt ist nicht nur mit Chancen sondern auch Risiken bestückt. Das Investieren am Aktienmarkt kann ebenso einige Nebenwirkungen auslösen, die man vorher so an sich selbst noch nicht entdeckt haben könnte. Gerade das Spiel mit Aktien z.B. von Unternehmen mit einer geringen Marktkapitalisierung kann schnell zur Arena der großen Gefühle werden. Doch wer kein Risiko eingeht, kann auch nicht auf den großen Wurf hoffen. Denn Chancen kommen gemeinsam mit dem Risiko.
Daher darf man sich auch der Risiken und Nebenwirkungen bewusst werden, wenn man in Aktien investiert. Zuerst kommt natürlich das Risiko des Verlustes des eingesetzten Kapitals, deshalb ist es ratsam nur Geld zu investieren, dass man in naher Zukunft nicht braucht. Manche Investoren sagen sogar, man soll nur in Werte investieren, die man auch 10 Jahre halten möchte.
Pharmaunternehmen
Ein gutes Beispiel für Investments mit Risiko sind kleinere Pharmaunternehmen, die an einem neuen Produkt arbeiten. In den ersten Jahren fallen hier selten echte Gewinne aus dem Verkauf der Produkte an, doch falls ein neues Medikament zugelassen und mit Patenten geschützt wird, könnte es irgendwann auch ein erfolgreiches Investment werden. Die Betonung liegt auf könnte! Denn in den ersten Jahren fressen Forschung & Entwicklung sowie die notwendigen klinischen Studien und Kosten für die nationalen Zulassungen eine Menge Kapital auf, das meistens durch eine regelmässige Neuausgabe von Aktien finanziert wird, was natürlich den Wert der bestehenden Aktien vermindert. Der Weg zur Zulassung eines neuen Medikaments ist hart und Rückschläge nicht selten, so dass auch das Risiko eines möglichen nicht Totalausfalls nicht unterschätzt werden darf.
TIPP: Vor einem erheblichen Investment sollte man die Zahlen des Unternehmens kennen und wissen, wo das Unternehmen in etwa steht. Falls sich absehen lässt, dass dort eine Menge Geld jeses Jahr vebrannt wird und dem keine Einnahmen gegenüberstehen, sollte man sich ausrechnen können, wann die nächste Kapitalerhöhung per Aktienofferte stattfindet.
IPOs
Börsengänge, also Initial Public Offerings sind das Debut von Unternehmen auf dem Aktienparkett und ziehen anfangs auch oft eine große Aufmerksamkeit auf sich, wenn sich die erste Aufregung legt und das Interesse etwas abebbt, wird eher die reale Entwicklung des Umsatzes und Gewinns die Grundlage für die Bewertung bilden. Das kann manchmal zu einem bösen Erwachen für Investoren der ersten Stunde führen. Dann braucht man viel Geduld und vorallem Vertrauen in seine ursprüngliche Entscheidung.
TIPP: Investiere in Unternehmen, an deren Erfolg Du langfristig glaubst und deren Produkte Du am Besten auch selbst nutzt. So kannst Du auch in Talfahrten mit gutem Gewissen an Deiner ursprünglichen Entscheidung festhalten und womöglich sogar nachkaufen, um Deinen durchschnittlichen Einkaufspreis der Anteile zu reduzieren.
SPAC
SPAC- kurz für Special Purpose Acquisition Company, also eine Aktiengesellschaft, die dafür gegründet wird, ein bestehendes Unternehmen an die Börse zu bringen. Der Weg über einen SPAC ist oft mit weniger regulatorischen Hindernissen gepflastert, als wenn das bestehende Unternehmen einen eigenen Börsengang vorbereitet. Wenn das SPAC finanziert ist, übernimmt dieses einen bestimmten Anteil am bestehenden Unternehmen. Die Finanzierung des SPAC dauert je nach den getroffenen Absprachen auch mal etwas länger und oft ist nicht wirklich klar, wieviel Anteile am Unternehmen das SPAC dann auch real erwirbt, da jedes Unternehmen ja auch noch vorherige Investoren mit ausreichend Anteilen an der Aktiengesellschaft mit ins Boot holen muss.
Beispiel: CCIV und Lucid Motors, der Kurs war am höchsten, als die große PR Meldung kam, das CCIV den EV-Automobilhersteller an die Börse bringen würde. Danach begann eine steile Talfahrt, als auch mehr Details zu der „Übernahme“ bekannt worden sind.
